Fliegen ohne Internet hat bei easyJet ein Ablaufdatum. Die Airline hat angekündigt, ihre Flotte ab der ersten Jahreshälfte 2027 mit Satelliteninternet von Starlink auszustatten. Für eine Gesellschaft, die 2025 über 100 Millionen Passagiere befördert hat, darunter viele von und nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist das ein großer Schritt.
Wann und in welchen Flugzeugen
- Start: erste Jahreshälfte 2027.
- Abschluss: Anfang 2028.
- Flugzeuge: rund 300 Airbus A320, A320neo und A321neo, bei einer Flotte von über 350.
- Nicht dabei: die A319, die easyJet bis 2029 ausmustert.
Wird es kostenlos?
Das ist noch offen. easyJet hat nicht gesagt, ob das WLAN gratis oder kostenpflichtig wird, und erklärt nur, dass „der Zugang zur Konnektivität von Starlink verwaltet wird“. easyJet-CEO Kenton Jarvis begründet den Schritt so: „In einer zunehmend digitalen Welt ist es vielen unserer Kunden wichtiger denn je, verbunden zu bleiben“. SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell ergänzt, dass eine schnelle Verbindung „vom Start bis zur Landung“ Arbeiten, Streaming und Kontakthalten ermöglicht.
Andere Airlines mit Starlink
- Kostenlos: British Airways, Iberia und Aer Lingus.
- Kostenpflichtig: Vueling.
- Ebenfalls mit Starlink (jetzt oder bald): Eurowings, Air Baltic und Wizz Air (2027).
Ryanair sagt weiter Nein
Die große Ausnahme ist Ryanair. Michael O’Leary lehnt Starlink ab, weil die Antennen den Treibstoffverbrauch seiner Rechnung nach um 2 % erhöhen. Starlink hält dagegen, der tatsächliche Effekt liege bei 0,3 %. Mit easyJet und Wizz Air an Bord steht Ryanair unter den großen europäischen Billigfliegern immer mehr allein ohne WLAN-Pläne da.
Meine Meinung
Nach allem, was man von Nutzern hört, spielt Starlink in einer anderen Liga als das klassische Flugzeug-WLAN: Videocalls, Serien oder Arbeiten fast wie zu Hause. Was mir Sorgen macht, ist der Preis: Verlangt easyJet dafür so viel wie für Koffer oder Sitzplatz, wird es ein teures Extra. Gibt es das WLAN gratis wie bei Iberia, wäre das ein riesiger Vorteil gegenüber Ryanair. Darauf kommt es an.




