Das neue iPad mini hat den Sprung zum OLED-Display geschafft, aber ein Detail gefällt vielen nicht: Es bleibt bei 60 Hz, ohne ProMotion. Bei einem Gerät dieser Preisklasse ist das einer der häufigsten Kritikpunkte. Apple hat darauf reagiert, und zwar über Dave Pakula, Vice President Hardware Engineering, in Interviews mit Chris Lawley und Katarina Mogus.
Apples Argument: OLED mit 60 Hz ist nicht LCD mit 60 Hz
Pakulas Erklärung dreht sich um die Reaktionszeit der Pixel. Ihm zufolge schalten die Pixel im OLED-Panel des iPad mini „mehr als eine Größenordnung schneller“ als im LCD des Vorgängers. Das wirkt sich direkt darauf aus, was du beim Scrollen oder Verschieben von Fenstern siehst: „Die Bewegungsunschärfe ist im Vergleich zu LCD deutlich reduziert“.

Sein Fazit ist ein sehr typischer Apple-Satz: „Das Erlebnis eines Displays ist mehr als eine einzelne Spezifikation“. Man solle das Display also nicht nur nach Hertz beurteilen, sondern als Ganzes: Kontrast, echtes Schwarz, Helligkeit und eben die Reaktion der Pixel.
Ein Display, das auch klingt
Pakula hat auch Details zur zweiten kuriosen Neuerung des iPad mini verraten: dem akustischen Display. Apple nutzt die Resonanzfrequenz des Panels selbst, damit es Teil des Lautsprechersystems wird, und ergänzt es um Hochtöner für die Höhen. So gibt es guten Klang, ohne in einem so kleinen Gerät Platz im Inneren zu verbrauchen.
Verfügbarkeit
Die ersten iPad mini mit OLED werden ab dem 6. November ausgeliefert. Die deutschen Preise findest du im Apple Online Store.
Meine Meinung
Das technische Argument stimmt: Ein OLED mit 60 Hz wirkt in Bewegung schärfer als ein LCD mit 60 Hz. Aber es ist nicht dasselbe wie 120 Hz, und wer von einem iPhone Pro oder iPad Pro kommt, merkt es beim Scrollen. Ich verstehe, dass Apple Akku sparen und die Pro-Reihe abgrenzen will, aber bei diesem Preis hätte ich ProMotion erwartet. Mein Rat: Probier es im Laden aus. Wenn du noch nie 120 Hz hattest, wirst du es wahrscheinlich lieben. Wenn du daran gewöhnt bist, wirst du es vermissen.
Quellen: MacRumors, 9to5Mac, Applesfera.




