Apple wird 50: Von Jobs‘ Garage zum Spatial Computing

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Ausgerechnet am „April Fools‘ Day“, aber ganz ohne Scherz, ist Apple am vergangenen 1. April 50 Jahre alt geworden. Das Unternehmen, das unsere Beziehung zur Technik definiert und immer wieder neu definiert hat, feiert ein halbes Jahrhundert.

Und das bei einer Gesundheit, die sich in den ersten Tagen kaum jemand hätte vorstellen können. Ich bin allerdings überzeugt, dass Steve Jobs mit seiner Siegermentalität und seinem Hang zum Träumen es sich sehr wohl vorgestellt hat, als er mit seinem Partner und Freund Steve Wozniak in einer Garage in Los Altos, Kalifornien, Platinen zusammenbaute.

Eine Feier, die dem Anlass gerecht wird

Wenn das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel für etwas bekannt ist, abgesehen von seiner Technik, dann für seine Liebe zum Detail. Und an Details hat es bei dieser Feier nicht gefehlt.

Schon frühmorgens verwandelte sich die offizielle Website in eine interaktive Hommage, mit der man durch eine animierte Zeitleiste der Firmengeschichte navigieren konnte, dazu ein offener Brief von Tim Cook mit dem Titel „50 Years of Thinking Different“. Darin blickte der Apple-CEO mit Nostalgie zurück, bekräftigte aber auch die heutige Vision des Unternehmens:

„Apple ging es nie nur darum, Produkte zu verkaufen, sondern darum, die Werkzeuge bereitzustellen, mit denen die Menschheit Wunderbares erschaffen kann. Die ersten 50 Jahre waren der Prolog; der eigentliche Wandel beginnt heute.“

Illustration eines Original-Macintosh neben einer Apple Vision Pro


Chronik einer historischen Feier

Auch wenn der Jahrestag schon ein paar Tage zurückliegt, hält der emotionale Kater in der Tech-Welt an. Am Mittwoch, dem 1. April, verwandelte Apple seine Standorte und Stores in echte Museen.

  • Konzert im Apple Park: Laut den Gästen ein „magischer“ Moment. Paul McCartney war der Star des Abends und schloss mit einer Version von „Birthday“, die in den sozialen Netzwerken schon viral ist – eine historische Anspielung auf die Beziehung zwischen Apple und den Beatles.
  • „Today at Apple“-Special: Den ganzen April über bieten Apple Stores in Städten wie Madrid, Mexiko-Stadt, London oder Tokio kostenlose Sessions an, in denen lokale Creator zeigen, wie Mac, iPad und iPhone die Branchen in den letzten Jahrzehnten verändert haben.
  • Limitierte Edition „Origins“: Bestätigt wurde ein Buch sowie eine Zubehörkollektion (iPhone-Hüllen, Apple-Watch-Armbänder) mit dem Originallogo von 1976 und dem legendären Regenbogenmuster, die nur in dieser Jubiläumswoche erhältlich ist.
iPhone und Apple Watch mit dem Regenbogenlogo zum 50. Jubiläum in einem Apple Store


Fünf Jahrzehnte „One More Thing“

Um wirklich zu verstehen, wo Apple heute steht, muss man zurückblicken und die Geschichte des Unternehmens durchgehen, das unsere Beziehung zur Technik in den letzten 50 Jahren immer wieder neu definiert hat:

  • 1976 – Der Anfang: Der Start des Apple I, der für den kuriosen Betrag von 666,66 Dollar verkauft wurde. Jobs wusste offensichtlich von Anfang an, wie man Aufmerksamkeit erregt.
  • 1984 – Die Macintosh-Revolution: Wer erinnert sich nicht an den berühmten Werbespot von Ridley Scott und vor allem an die erste grafische Benutzeroberfläche für die Massen?
  • 2001 – Die Wiedergeburt: Nach dunklen Jahren am Rande der Pleite, in denen das Unternehmen kurz vor dem Aus stand, kehrt Jobs zurück und der iPod kommt. Apple ist nicht mehr nur ein Computerhersteller und beginnt sich breiter aufzustellen.
  • 2007 – Der Boom: Das iPhone wird vorgestellt, ein Gerät, das unseren Umgang mit Technik für immer verändert hat.
  • Heute – Das Zeitalter von Spatial Computing und KI: Die Apple Vision Pro mit ihrem Spatial Computing sowie die Entstehung und rasante Verbreitung von KI prägen die Gegenwart und die nahe Zukunft der Apple-Technik.
Apple-Zeitleiste: Apple I, Macintosh, iPod, iPhone und Vision Pro


Analyse: Wohin geht Apple?

Auf Minchu.tech glauben wir, dass Apple in einer kritischen Übergangsphase steckt. Die Entwicklung eigener, immer leistungsfähigerer Chips (Apple Silicon) verschafft dem Unternehmen im Computermarkt (vor allem bei Notebooks) einen Wettbewerbsvorteil, den die Konkurrenz kaum aufholen kann – im Rest des Sortiments hat Apple aber noch Kämpfe auszufechten.

Nachdem Apple das Zeitalter des mobilen Computings mit eiserner Hand beherrscht hat, liegt der Fokus jetzt einerseits auf Spatial Computing – wo es nicht mehr darum geht, auf einen Bildschirm zu schauen, sondern in ihm zu leben – und andererseits auf künstlicher Intelligenz. Beim Ersten hat Apple die Welt mit der Technik der Vision Pro verblüfft, doch wegen des hohen Preises hat sich das Produkt in der breiten Masse nicht durchgesetzt.

Beim KI-Kuchen dagegen scheint Apple spät dran zu sein, auch wenn seine organische Integration verspricht, die ausgereifteste auf dem Markt zu werden.

Weiterlesen: So hat sich Apple in den letzten 15 Jahren verändert, von Oktober 2011 bis Oktober 2026.

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1 Kommentar zu „Apple wird 50: Von Jobs‘ Garage zum Spatial Computing“

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